I Remain

"I Remain" entstand aus einem Moment der Fassungslosigkeit.

Eine beiläufige Bemerkung legte offen, wie tief ausgrenzende Denkstrukturen noch immer im Alltäglichen verankert sind. Dabei interessierte nicht der einzelne Satz, sondern das Gefüge dahinter – die Haltung, die ihn möglich macht.

Im Zentrum des Werks steht eine Figur im Rollstuhl, ruhig und in warmes Licht getaucht. Die umgebende Masse bleibt diffus, kühl und perspektivisch instabil. Feine strukturelle Risse durchziehen den Raum. Es wurde bewusst darauf verzichtet, die Figur als Bruch darzustellen. Der Bruch liegt im Raum selbst – in der Architektur des Blicks.

Das Werk beschäftigt sich mit der Frage, wo gesellschaftliche Instabilität tatsächlich verläuft. Nicht im Körper, sondern in der Wahrnehmung, die Zugehörigkeit misst und Normalität definiert. Die Figur bleibt – als ruhiger Fixpunkt – in einem Gefüge, das seine eigene Tragfähigkeit verliert.

Die begleitende Klangkomposition erweitert die emotionale Tiefe. Zwei Ebenen überlagern sich: die eigene moralische Erschütterung und die Perspektive des Beobachtet- und Ausgeschlossenseins. 

I Remain ist kein Protest, sondern eine Verschiebung der Perspektive.

Ein Innehalten.

Und die Frage, was tatsächlich ins Wanken geraten ist...

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